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| S3 |
S3Die Bezeichnung S3 steht für
- die Firma S3 Inc. die Grafikchips entwickelte und heute unter dem Namen Sonic Blue firmiert
- die Firma S3 Graphics, die als joint-venture aus der Grafikchip-Abteilung von S3 Inc./Sonic Blue und VIA Technologies entstanden ist und heute vollständig zu VIA gehört
- eine Stellenbezeichnung der Bundeswehr auf Bataillonsebene (Stabsoffizier für Ausbildung und Stellvertreter des Kommandeurs), Dienstgrad: meist Major
- eine Funktion bei den Einsatzleitungen deutscher oder österreichischen Feuerwehren
- eine Bezeichnung für S-Bahn-Linien in zahlreichen Städten
- die sportliche Variante des Audi A3
Siehe auch: S4, S6
S3 Inc.Die Firma S3 Inc. (kurz S3, NASDAQ SIII) war ein langjährig sehr erfolgreicher Entwickler und Produzent von Grafikchips für PC-Grafikkarten. Bis Mitte der 1990er Jahre war S3 Marktführer im Bereich Grafikchipmarkt. Mit dem Aufkommen der 3D-fähigen Grafikchips (besonders durch 3dfx) ging diese Vormachtstellung zu Ende, da man nicht rechtzeitig leistungsfähige Chips für diesen Trend anbieten konnte.
Grafikkarte
S3 ist vor allem durch seine S3 Virge und S3 Vision Chipsätze bei zahlreichen Board-Herstellern einer größeren Zahl von PC-Nutzern ein Begriff. Erste Gewinneinbrüche zeichneten sich ab, als mit dem Voodoo Graphics Grafikchip von 3dfx und später mit dem Riva128 von nVidia der Trend zu hardwarebeschleunigtem 3D begann, dem S3 nicht mehr schnell genug folgen konnte um langfristig überleben zu können. Zwar wurden mit der S3 Savage Serie (Savage 3D, Savage 4 und Savage 2000) noch durchaus gute Grafikchips entwickelt und verkauft, jedoch hatte man größtenteils erhebliche Treiberprobleme, die Grafikleistung war den Top-Produkten nicht gewachsen und letztlich gab es auch immer wieder Verzögerungen bei der Lieferbarkeit.
Trotz allem hat S3 wegweisende Techniken wie das Kompressionssystem für Texturen S3TC entwickelt, dass letztlich sogar im DirectX Standard von Microsoft eingeflossen ist.
S3 hatte mit Diamond Multimedia einen Grafikkartenhersteller übernommen, um die eigenen Grafikchips exklusiv auf eigenen Grafikkarten zu vermarkten. Das erste (und letzte) Produkt war die Diamond Viper II mit dem S3 Savage 2000 Chip. Allerdings hatte der Grafikchip schwere Fehler (Bugs), u.a. funktionierte die integrierte T&L-Einheit nicht wie erwartet, so dass der Chip nicht mit der GeForce 256 von nVidia konkurrieren konnte.
Als Folge dieses Fehlschlages hat sich S3 in SonicBlue (NASDAQ SBLU) umbenannt und verkauft heutzutage hauptsächlich Rio-Produkte, die auch noch von Diamond Multimedia stammen.
Die Supra-Modem-Linie wurde mangels Erlösen eingestellt und die FireGL Produktline wurde an ATI verkauft. Die FireGL Entwicklung war nie auf S3-Produkten basiert sondern verwendete Hochleistungs-Grafikhalbleiter von IBM um damit am Martk für Windows-basierte professionelle Midrange und High-End OpenGL-Beschleuniger mit zu den Marktführern zu zählen.
Der Grafikchipbereich wurde ausgegliedert und als Joint-Venture mit VIA Technologies als S3 Graphics neu gegründet. Das Unternehmen begann dann zuerst Savage 4 Grafikcores in VIA Chipsätze zu integrieren. Das Ergebnis dieser Arbeiten sind diverse integrierte Chipsätze von VIA wie der Apollo ProMedia 133 oder die Twister-K-Serie für AMD CPUs.
Mittlerweile hat VIA Technologies S3 Graphics vollständig übernommen.
Weblinks
- [http://www.chrome-center.de/ Chrome-Center]
Kategorie:Ehemaliges Unternehmen
Kategorie:Grafikchip-Hersteller
Kategorie:Unternehmen (USA)
S3 Inc.Die Firma S3 Inc. (kurz S3, NASDAQ SIII) war ein langjährig sehr erfolgreicher Entwickler und Produzent von Grafikchips für PC-Grafikkarten. Bis Mitte der 1990er Jahre war S3 Marktführer im Bereich Grafikchipmarkt. Mit dem Aufkommen der 3D-fähigen Grafikchips (besonders durch 3dfx) ging diese Vormachtstellung zu Ende, da man nicht rechtzeitig leistungsfähige Chips für diesen Trend anbieten konnte.
Grafikkarte
S3 ist vor allem durch seine S3 Virge und S3 Vision Chipsätze bei zahlreichen Board-Herstellern einer größeren Zahl von PC-Nutzern ein Begriff. Erste Gewinneinbrüche zeichneten sich ab, als mit dem Voodoo Graphics Grafikchip von 3dfx und später mit dem Riva128 von nVidia der Trend zu hardwarebeschleunigtem 3D begann, dem S3 nicht mehr schnell genug folgen konnte um langfristig überleben zu können. Zwar wurden mit der S3 Savage Serie (Savage 3D, Savage 4 und Savage 2000) noch durchaus gute Grafikchips entwickelt und verkauft, jedoch hatte man größtenteils erhebliche Treiberprobleme, die Grafikleistung war den Top-Produkten nicht gewachsen und letztlich gab es auch immer wieder Verzögerungen bei der Lieferbarkeit.
Trotz allem hat S3 wegweisende Techniken wie das Kompressionssystem für Texturen S3TC entwickelt, dass letztlich sogar im DirectX Standard von Microsoft eingeflossen ist.
S3 hatte mit Diamond Multimedia einen Grafikkartenhersteller übernommen, um die eigenen Grafikchips exklusiv auf eigenen Grafikkarten zu vermarkten. Das erste (und letzte) Produkt war die Diamond Viper II mit dem S3 Savage 2000 Chip. Allerdings hatte der Grafikchip schwere Fehler (Bugs), u.a. funktionierte die integrierte T&L-Einheit nicht wie erwartet, so dass der Chip nicht mit der GeForce 256 von nVidia konkurrieren konnte.
Als Folge dieses Fehlschlages hat sich S3 in SonicBlue (NASDAQ SBLU) umbenannt und verkauft heutzutage hauptsächlich Rio-Produkte, die auch noch von Diamond Multimedia stammen.
Die Supra-Modem-Linie wurde mangels Erlösen eingestellt und die FireGL Produktline wurde an ATI verkauft. Die FireGL Entwicklung war nie auf S3-Produkten basiert sondern verwendete Hochleistungs-Grafikhalbleiter von IBM um damit am Martk für Windows-basierte professionelle Midrange und High-End OpenGL-Beschleuniger mit zu den Marktführern zu zählen.
Der Grafikchipbereich wurde ausgegliedert und als Joint-Venture mit VIA Technologies als S3 Graphics neu gegründet. Das Unternehmen begann dann zuerst Savage 4 Grafikcores in VIA Chipsätze zu integrieren. Das Ergebnis dieser Arbeiten sind diverse integrierte Chipsätze von VIA wie der Apollo ProMedia 133 oder die Twister-K-Serie für AMD CPUs.
Mittlerweile hat VIA Technologies S3 Graphics vollständig übernommen.
Weblinks
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Kategorie:Ehemaliges Unternehmen
Kategorie:Grafikchip-Hersteller
Kategorie:Unternehmen (USA)
Bundeswehr
Bundeswehr ist die Bezeichnung für die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland und ihre Verwaltung.
Struktur
Die Bundeswehr besteht aus den Streitkräften und der zivilen Bundeswehrverwaltung. Diese Zweiteilung in eine uniformierte und eine zivile Komponente verschleiert ein wenig die tatsächliche Personalstärke des deutschen Militärs, insbesondere im Vergleich mit dem Militär anderer Staaten, in denen die Verwaltung des Militärs ebenfalls militärischem Personal obliegt.
Die Bundeswehr soll bis zum Jahr 2010 ihre neue Struktur mit einer Friedensstärke von etwa 250.000 Soldaten und 75.000 zivilen Mitarbeitern einnehmen. Heute (April 2005) hat sie etwa 257.000 Soldaten und 125.000 zivile Mitarbeiter. In Zeiten des Kalten Krieges verfügte die Bundeswehr über eine Sollstärke von etwa 495.000 Soldaten. Dabei handelt es sich um Wehrpflichtige (zur Zeit neun Monate Pflichtdienstzeit), um Berufssoldaten und um Soldaten auf Zeit.
Die Bundeswehr nahm nach der Wiedervereinigung rund 20.000 Soldaten der ehemaligen NVA der DDR auf. Außerdem wurde ein kleiner Teil des Materials der NVA übernommen und zum Teil bis heute weiter genutzt. Große Mengen der Bewaffnung und Ausstattung wurden hingegen verschrottet, verkauft oder verschenkt, so wie Panzer an die Türkei und kürzlich die letzten sechs MiG-29 der NVA-Luftwaffe an Polen. 39 Kriegsschiffe der Volksmarine kaufte Indonesien.
Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt ist im Frieden der Verteidigungsminister, im Verteidigungsfall geht die Befehls- und Kommandogewalt auf den Bundeskanzler über ( GG). Oberster Soldat der Bundeswehr ist der Generalinspekteur der Bundeswehr, rangmäßig ein Viersterne-General, der jedoch nicht militärischer Oberbefehlshaber der Bundeswehr ist. Einen solchen kennt die Kommandostruktur der Bundeswehr nicht. Die Verantwortung für die Einsatzbereitschaft ihrer Bereiche haben die Inspekteure der Teilstreitkräfte (Heer, Luftwaffe, Marine) beziehungsweise der militärischen Organisationsbereiche (Streitkräftebasis, Zentraler Sanitätsdienst).
Seit 2001 ist die Bundeswehr uneingeschränkt für Frauen geöffnet. Zuvor durften sie nur im Sanitätsdienst der Bundeswehr (seit 1975 als Offizier, seit 1991 auch in der Unteroffiziers- und Mannschaftslaufbahn) sowie im Militärmusikdienst (ebenfalls seit 1991) beschäftigt werden. Mit der Ernennung zum Generalarzt (w) wurde Verena von Weymarn 1994 der erste weibliche General in der deutschen Geschichte. Derzeit leisten über 12.000 weibliche Soldaten ihren Dienst in der Bundeswehr. Davon befindet sich etwa die Hälfte im Sanitätsdienst der Teilstreitkräfte. Insgesamt stellen sie damit einen Anteil von 6,2% der Berufs- und Zeitsoldaten. Dabei liegt ihr Anteil in der Marine bei 8,4%, im Heer bei 6,3% und in der Luftwaffe bei 4,9%. (Stand Januar 2005).
Die Reservisten der Bundeswehr sind u.a. in Heimatschutzbataillonen verplant, die im Verteidigungsfall (oder in anderen Notfällen) aufgestellt werden.
Innere Führung
Hauptartikel: Innere Führung
Der Begriff Innere Führung beschreibt die komplexe Führungskonzeption der Bundeswehr, er ist verbunden mit dem Leitbild des Staatsbürgers in Uniform. Das bedeutet, dass die Grundrechte des Soldaten nur so weit eingeschränkt werden sollen, wie es der militärische Auftrag erfordert. So ist das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung durch das Prinzip von Befehl und Gehorsam eingeschränkt (siehe: Vorgesetztenverordnung). Anders als Soldaten in vielen Ländern besitzen die Bundeswehrsoldaten das aktive und das passive Wahlrecht.
Die Innere Führung soll so die Integration der Bundeswehr in die Gesellschaft gewährleisten. Sie wurde unter anderem durch den späteren General Graf Baudissin entwickelt und markiert einen bedeutenden Unterschied zu allen früheren deutschen Armeen. Zuständig für die Lehre, Kommunikation nach außen und die Weiterentwicklung ist das Zentrum Innere Führung.
Ein Merkmal der Inneren Führung ist das sehr weit gehende Beschwerderecht der Soldaten. Jeder Soldat kann sich in allen dienstlichen Fragen beschweren ohne dass ihm daraus Nachteile erwachsen dürfen. Dies bezieht sich sowohl auf Befehle, als auch auf das Verhalten von Vorgesetzten und Gleichgestellten.
Bundeswehrreform und Transformation
Die Bundeswehr hat sich in ihrer Geschichte immer wieder veränderten Bedingungen anpassen müssen. Während des Ost-West-Konflikts war das Bedrohungspotenzial des Warschauer Pakts bestimmend für die Struktur der Bundeswehr. Nach dessen Ende war deshalb eine Grundreform der Bundeswehr notwendig geworden. Dabei mussten anfangs die mögliche Restbedrohung aus dem osteuropäischen Raum und sich zunächst nur vage abzeichnende neue Aufgaben miteinander in Einklang gebracht werden. Auch die innenpolitische Diskussion in Deutschland, die sich unter anderem zwischen 1990 und 1994 in der so genannten out-of-area-Debatte niederschlug, stand einer schnellen und gründlichen Reform im Wege. Erst nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Juli 1994 über die Auslandseinsätze der Bundeswehr waren die Voraussetzungen gegeben, die Bundeswehr gezielt auf derartige Aufgaben auszurichten. Es blieb jedoch vornehmlich aus innenpolitischen Gründen zunächst bei einer Veränderung in kleinen Schritten.
Nach dem Regierungswechsel 1998 und den Empfehlungen der so genannten Weizsäcker-Kommission wurde der Umbau unter Bundesminister Scharping erheblich beschleunigt. Nicht alle Reformansätze haben sich indes als praktikabel und finanzierbar erwiesen. Die Anschläge des 11. September 2001 und der darauf beginnende militärische Kampf gegen den Terror haben weitere Veränderungen der Reformen erforderlich gemacht.
Inzwischen ist die Erkenntnis erwachsen, dass es nicht mehr möglich ist, einen am Ende der Reform anzustrebenden dauerhaften Sollzustand zu definieren, wie es für frühere Bundeswehrreformen unter den fast statischen Bedingungen des Kalten Krieges typisch war. Eine von Manchen erhoffte gründliche Reform, die alle Probleme der Bundeswehr auf einmal behebt, kann es nicht mehr geben. Die sich schnell verändernde Lage erfordert es vielmehr, dass sich die Bundeswehr zu einer lernenden Organisation entwickelt, die ihre Umwelt kontinuierlich analysiert und sich dem Wandel anpasst. Dieser Prozess trägt die Bezeichnung „Transformation“. Um die Transformation zu lenken, wurde das bisherige Zentrum für Analysen und Studien in ein Zentrum für Transformation umgewandelt.
Der seit 1990 anhaltende Veränderungsprozess bringt für viele Soldaten und zivile Mitarbeiter der Bundeswehr erhebliche persönliche Belastungen mit sich. Die Menschen mussten teilweise mehrmals außer völlig neuen Aufgaben auch Standortschließungen, Beschwernisse durch Umzug und Umschulung oder die Veränderung persönlicher und familiärer Planungen bewältigen. Aufgrund dieser Unsicherheit stieg die Zahl von Eingaben der Soldaten an den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages deutlich an, ein Indiz für die derzeitige Verunsicherung vieler Menschen in der Bundeswehr. Zusätzlich zu schultern waren Kürzungen des Weihnachtsgeldes, Wegfall des Urlaubsgeldes, und eine kontinuierliche Absenkung der Pension, bei steigender Auftragslast durch Auslandseinsätze mit erheblichem Gefahrenpotential z.B. Minen, oft unabsehbaren versetzungsbedingten (Standortschließungen) Umzügen mit allen daraus für die Familien entstehenden Belastungen.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Bundeswehr
Der ehemalige Panzergeneral Gerhard Graf von Schwerin wurde am 24. Mai 1950 Konrad Adenauers Berater in technischen Fragen der Sicherheit zur geheimen Vorbereitung des Aufbaus westdeutscher Streitkräfte. Am 26. Oktober 1950 berief Konrad Adenauer Theodor Blank zum Beauftragten des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen. Dieses Amt Blank wurde zur Keimzelle des späteren Bundesministeriums der Verteidigung.
Die Gründung der Bundeswehr und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik am 5. Mai 1955 führte zu erheblichen innenpolitischen Auseinandersetzungen, vor allem zwischen SPD und CDU über die Frage, ob es moralisch zu verantworten sei, dass Deutschland nach der Hitler-Diktatur jemals wieder über Streitkräfte verfügen sollte. Am 7. Juni 1955 wurde die Wehrverwaltung gegründet, am 12. November 1955 die ersten 101 Freiwilligen vereidigt.
Der Name "Bundeswehr" wurde auf Vorschlag des FDP-Bundestagsabgeordneten Hasso von Manteuffel, früherer Wehrmachtsgeneral der Panzertruppe, gewählt.
Die ersten Soldaten der Bundeswehr waren Offiziere und Unteroffiziere, die in der Wehrmacht gedient hatten. Im Jahr 1958 stammten 12.900 Offiziere aus der Wehrmacht. Alle Offiziere vom Oberst aufwärts wurden durch den Personalgutachterausschuss überprüft, ein Gremium aus 38 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die vom Bundespräsidenten auf Vorschlag der Bundesregierung und nach Bestätigung durch den Bundestag ernannt worden waren. Auf den Vorwurf, alle hohen Offiziere hätten in der Wehrmacht gedient, antwortete Bundeskanzler Adenauer sinngemäß, die NATO nehme ihm keine 18-jährigen Generäle ab.
Obwohl die Bundeswehr sich ausdrücklich nicht in der Tradition der Wehrmacht sieht, sondern als demokratische Armee aus mündigen Bürgern, geben die wenigen immer noch bestehenden Benennungen von Kasernen nach Wehrmachtspersönlichkeiten immer wieder Anlass zu Kritik.
Parlamentarisch-politische Kontrolle
Die Bundeswehr untersteht dem Bundesminister der Verteidigung, einem zivilen Angehörigen der vom Bundestag getragenen Bundesregierung. Der Verteidigungsminister ist der einzige Zivilist, der Soldaten Befehle erteilen kann. Dadurch wird das Primat der Politik, das heißt der Vorrang der Politik gegenüber dem Militär, sichergestellt. Dieses politische Primat erfordert, dass auch in der Bundeswehr das Prinzip von Befehl und Gehorsam gilt.
Obwohl die Bundeswehr Teil der Exekutive ist, hat der Bundestag bedeutende Kontrollrechte, und die Bundeswehr gilt als „Parlamentsarmee“. Das Parlament verfügt über Kontrollinstrumente mit gegenüber der Bundeswehr erheblich weiter gehenden Rechten, als es sie für andere Bereiche der Exekutive wie etwa der Bundespolizei, der Finanzverwaltung oder den Botschaften gibt. Es handelt sich dabei um die besonderen Rechte des Verteidigungsausschusses als Untersuchungsausschuss, um den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages und um die Sonderregelungen im Haushaltsrecht.
Der Verteidigungsausschuss
Während der Bundestag in allen anderen Angelegenheiten einen Untersuchungsausschuss einsetzen kann ( GG), kann sich der Verteidigungsausschuss selber zum Untersuchungsausschuss erklären ( GG). Das erlaubt es den Abgeordneten, jede bundeswehrinterne Sache, der der Ausschuss politische Bedeutung beimisst, mit allen Mitteln eines Untersuchungsausschusses, das heißt ähnlich einer staatsanwaltlichen Ermittlung, zu überprüfen, ohne dass das Bundestagsplenum eingeschaltet werden muss. Dadurch können die zuständigen Parlamentarier die Bundeswehr leichter überwachen, ohne dass die gegebenenfalls notwendige Geheimhaltung verloren geht.
Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages
GG bestimmt, dass zum Schutze der Grundrechte und als Hilfsorgan des Bundestages bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle ein Wehrbeauftragter des Bundestages berufen wird. Der Wehrbeauftragte ist also ein Organ des Bundestages, nicht der Bundeswehr oder der Bundesregierung. Er untersucht mögliche Verletzungen der Grundrechte der Soldaten und Verstöße gegen die Grundsätze der Inneren Führung und berichtet dem Bundestag. Außerdem ist er Petitionsinstanz für alle Soldaten, die sich ohne Einhaltung des Dienstweges unmittelbar an ihn wenden dürfen.
[http://www.bundestag.de/parlament/wehrbeauftragter/index.html Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages]
Sonderregelungen im Haushaltsrecht
Abs. 1 GG bestimmt: “Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.” Das bedeutet, dass die Stärke und Organisation der Streitkräfte jedes Jahr von neuem durch den Bundestag im Haushaltsgesetz festgelegt werden. Eine ähnliche Regelung gibt es für keinen anderen Bereich der Exekutive. Sie verhindert, dass der Verteidigungsminister die Streitkräfte vergrößert oder sie zu nicht vom Parlament gebilligten Zwecken umorganisiert.
Auftrag
Die Bundeswehr hat gemäß Abs. 1 Satz 1 GG den Auftrag, Deutschland und seine Verbündeten zu verteidigen („Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.“). Deutschland und seine Staatsbürger gegen politische Erpressung und äußere Gefahr zu schützen, bei Katastrophen zu helfen, aus Notlagen zu retten und bei humanitären Aktionen zu unterstützen, die militärische Stabilität und die Integration Europas zu fördern sowie dem Weltfrieden und der internationalen Sicherheit im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen zu dienen sind grundgesetzlich Nebenaufgaben, wenn sie auch in den letzten Jahren die Haupttätigkeit der Bundeswehr bilden.
Die Verteidigung der Bundesrepublik erfolgt dabei „nicht mehr nur in Hindelang, sondern auch am Hindukusch“ (Zitat Bundesverteidigungsminister [http://de.wikiquote.org/wiki/Peter_Struck Peter Struck], 2003).
Bündnisfall
Mit dem Bündnisfall regelt der NATO-Vertrag im Artikel 5 in Verbindung mit Abs. 3 GG eine weitere Einsatzmöglichkeit der Bundeswehr. Die Bundeswehr kann auch eingesetzt werden, wenn ein NATO-Bündnispartner angegriffen wird. Der Bündnisfall wurde seit seiner Festlegung erstmals nach dem 11. September 2001 erklärt.
Die Bundeswehr im Auslandseinsatz
Zunehmend wird die Bundeswehr auch zu friedenserhaltenden und -sichernden Maßnahmen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt. Bereits unmittelbar nach der Wiedervereinigung begann eine heftige Debatte über den Einsatz der Bundeswehr außerhalb des NATO-Vertragsgebiets (out-of-area-Debatte). Die ersten derartigen Einsätze waren 1991 eine Minenräumaktion der Marine nach dem 2. Golfkrieg im Persischen Golf und 1993 die Entsendung eines Feldlazaretts nach Phnom Penh im Rahmen einer UN-Mission. Es folgten Einsätze in der Adria (SHARP GUARD 1992–1996), in Somalia und auf dem Balkan im Rahmen der Einsätze IFOR und SFOR. Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Einsätze nach Massgabe des Abs. 2 GG hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Juli 1994 geklärt. Darüber hinaus enthält dieses Urteil die Grundlegung für den Parlamentsvorbehalt für den Einsatz bewaffneter deutscher Streitkräfte im Ausland. Im Schrifttum ist umstritten, ob dieser Vorbehalt durch das Urteil nur explizit klargestellt oder in extensiver Auslegung der Verfassung erst durch das Gericht "eingeführt" wurde.
1999 hat die Bundeswehr mit der Luftwaffe im Rahmen der NATO-Operation ALLIED FORCE mit etwa 500 Einsätzen zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland an einem verfassungsmäßig und völkerrechtlich umstrittenen Krieg – dem Krieg gegen Jugoslawien – teilgenommen. Die völkerrechtliche Grundlage für den Einsatz war in der Fachdiskussion stark umstritten. Überwiegend wurde die Intervention von den verantwortenden Politikern als "humanitäre Intervention" bezeichnet und in der Hinsicht als gerechtfertigt angesehen. Die Legitimation der Beteiligung stützte sich besonders auf geheimdienstliche Informationen, die bei Kriegseintritt als fragwürdig galten. Die Teilnahme deutscher Streitkräfte an der Operation konnte bei Annahme des Rechtfertigungskonstruktes als verfassungsrechtlich zulässig angesehen werden: Es lag kein Angriffskrieg im Sinne des GG vor und die Teilnahme erfolgte im Rahmen eines Systems gegenseitiger und kollektiver Sicherheit, wie Abs. 2 GG es verlangt. Wird die Begründung der "humanitären Intervention" nicht geteilt, stellte die NATO-Intervention völkerrechtlich einen Angriffskrieg dar, wodurch die Beteiligung der BRD verfassungsrechtlich unzulässig war. Es schloss sich diesem Einsatz eine Beteiligung an der KFOR-Mission zum Schutz der Bevölkerung und der im Land tätigen Hilfsorganisationen an. Der Einsatz der internationalen Sicherheitspräsenz KFOR fußte von Anfang an auf einer Resolution des Sicherheitsrates ( 1244 (1999)).
Seit 2001 ist die Bundeswehr auch im Rahmen der Antiterrorkoalition eingesetzt. Ein Marinekontingent überwacht, abgestützt auf Dschibuti, das Seegebiet am Horn von Afrika; außerdem ist die Marine an entsprechenden NATO-Operationen im Mittelmeer beteiligt. Ein Heereskontingent ist in Afghanistan im Rahmen von ISAF aktiv und schützt seit November 2003 im Rahmen der Bildung eines regionalen Aufbauteams den Handel der Stadt Kunduz und Demilitarisierungsprogramme wie DDR (Disarmament, Demobilization and Restauration). Auch die übrigen Teile der Bundeswehr sind an diesen Operationen unterstützend beteiligt. Im Irak sind derzeit keine Soldaten der Bundeswehr eingesetzt, bilden jedoch in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten Polizei- und Milizkräfte der neuen irakischen Sicherheitskräfte aus.
Überblick über Auslandseinsätze der Bundeswehr
- seit 1960 an mehr als 130 humanitären Hilfsaktionen beteiligt. Darunter Hilfeleistungen von Luftwaffe und Sanitätsdienst für die durch ein Erdbeben im Februar 1960 zerstörte Stadt Agadir in Marokko.
- Januar 1965 - Erstmals Beteiligung an einer großen internationalen Hilfsaktion in Algerien. Hierzu bilden zwei Lufttransportgeschwader mit 12 Flugzeugen vom Typ "Noratlas" eine Luftbrücke.
- August 1976 - Katastrophenhilfe im norditalienischen Erdbebengebiet Friaul.
- November 1984 - Flugzeuge vom Typ "Transall" der Luftwaffe fliegen Versorgungsgüter in die Hungergebiete in Äthiopien.
- 6. Januar 1991 - Verlegung von 18 Kampfflugzeugen des Typs "Alpha-Jet" auf den Fliegerhorst Erhac in der Türkei. Insgesamt 212 Soldaten der Luftwaffe sollen einen Beitrag zum Schutz der Türkei vor Angriffen aus dem Irak leisten.
- ab März 1991 im Rahmen der US-geführten "Operation Südflanke" Entsendung von Minensuchbooten ins Mittelmeer und später zum Minenräumen in den Persischen Golf (ca. 350 Deutsche, 7 Schiffe).
- April 1991 - Im Rahmen der "Operation Kurdenhilfe" versorgen Transporthubschrauber vom Typ CH-53 kurdische Flüchtlinge in Anatolien.
- November 1991 - Sechs, später 18 deutsche Sanitätssoldaten werden zur medizinischen Betreuung von UN-Angehörigen nach Kambodscha entsandt.
- 1992-1996 SHARP GUARD, Embargo gegen das ehemalige Jugoslawien in der Adria durch Marineverbände, stets zwei deutsche Fregatten oder Zerstörer, außerdem Flugzeuge.
- April 1992 - Entsendung von 140 weiteren Soldaten, darunter 30 Ärzte, zur medizinischen Betreuung von UN-Angehörigen in Kambodscha.
- 1993 unter UN-Kommando: Entsendung eines Militärlazaretts zur Unterstützung der Vereinten Nationen in Kambodscha.
- 1993-1994 unter UN-Kommando: Teilnahme an UNOSOM, einer Stabilisierungsmission der UN in Somalia (ca. 1.700 Heeressoldaten u.a. stationiert in Belet Huen, später außerdem vier Schiffe der Marine für die Rückführung aus Mogadischu). In Mombasa in Kenia wurden zwei Transportflugzeuge stationiert.
- 1995-1996 (UNPF) innerhalb Kroatiens mit ersten Maßnahmen nach Bosnien Herzegovina, abgelöst durch IFOR
- 1995-1996 unter NATO-Kommando: IFOR (Implementation Forces in Bosnia and Herzegovina), abgelöst durch SFOR
- 1996-2004 unter NATO-Kommando: SFOR (Stabilisation Force in Bosnia and Herzegovina), 1.700 Deutsche, abgelöst durch EUFOR
- 1999 unter NATO-Kommando: Teilnahme an Luftangriffen im Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien (Kosovo-Krieg, Belgrad)
- 1999 unter NATO-Kommando: KFOR (Kosovo Force), bis 4.700 Deutsche
- 2001 Operation „Essential Harvest“ in Mazedonien, Entwaffnung von albanischen Extremisten, 600 Deutsche
- seit 2001 Operation ACTIVE ENDEAVOUR im Mittelmeer zum Schutz des Seeverkehrs gegen terroristische Bedrohungen, deutsche Fregatten und Schnellboote
- Seit Januar 2002 unter US-Kommando: Operation Enduring Freedom als Teil des Kampfes gegen den Terrorismus mit bis zu 4.900 deutschen Soldaten
- seit 2003 unter NATO-Kommando: ISAF-Einsatz in Afghanistan zur Friedenssicherung
- seit Dezember 2004 unter EU-Kommando: EUFOR (European Union Force in Bosnia and Herzegovina) etwa 1100 Deutsche
- Dezember 2004 AMIS (African Union Mission in Sudan) - Bereitstellung von Lufttransportkapazitäten für die Verlegung von Friedenstruppen der Afrikanischen Union in die sudanesische Krisenregion Darfur.
- seit Januar 2005 Humanitäre Hilfe in Indonesien - Einsatz von Sanitätskräften, MEDEVAC-Flugzeugen und dem Einsatzgruppenversorger "Berlin" nach der Flutwelle im indischen Ozean (ca. 385 Soldaten).
- seit April 2005 UNMIS (United Nations Mission in Sudan) - Entsendung von bis zu 75 unbewaffneten Militärbeobachtern in den Süden und Osten des Sudans zur Überwachung des Friedensabkommens.
Karte der momentanen Bundeswehr-Außeneinsätze
Organisation der Bundeswehr
Karte der momentanen Bundeswehr-Außeneinsätze
Allgemeines
Das Hoheitszeichen der Bundeswehr und ihrer Teilstreitkräfte ist das Eiserne Kreuz.
- Dienstgrade in der Bundeswehr
- Wachdienst in der Bundeswehr
- Ehrenzeichen der Bundeswehr .
Teilstreitkräfte (TSK)
- Heer (Landstreitkräfte)
- Luftwaffe (Luftstreitkräfte)
- Deutsche Marine (vor 1990: Bundesmarine) (Seestreitkräfte)
Militärische Organisationsbereiche (TSK-übergreifend)
- Streitkräftebasis
- Zentraler Sanitätsdienst
Wehrverwaltung
Die Verwaltung der Bundeswehr ist eine bundeseigene und bundesunmittelbare Verwaltung mit eigenem Verwaltungsunterbau und übernimmt gem. Art. 87b des Grundgesetzes die Bundeswehrverwaltung, die sich in den Rüstungsbereich und die Territoriale Wehrverwaltung untergliedert (Organisationsbereiche).
Die Bundeswehrverwaltung ist damit beauftragt den materiellen und personellen Bedarf der Streitkräfte zu decken. Insbesondere sind der Territorialen Wehrverwaltung Aufgaben des Wehrersatzwesens übertragen.
Ämter und Dienststellen der Bundeswehr
(Auswahl)
- Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation [http://www.aik-bundeswehr.de]
- Bundesamt für Wehrverwaltung
- Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung
- Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr
- Bundessprachenamt
- Bundeswehrverwaltungsschule
- Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik
- Führungsakademie der Bundeswehr [http://www.fueakbw.de]
- Einsatzführungskommando
- Heeresführungskommando
- Heeresamt
- Luftwaffenführungskommando
- Luftwaffenamt
- Flottenkommando
- Marineamt
- Streitkräfteunterstützungskommando
- Streitkräfteamt
- Sanitätsführungskommando
- Sanitätsamt
- Katholisches Militärbischofsamt [http://www.kmba.de//]
- Evangelisches Kirchenamt für die Bundeswehr [http://www.ekd.de]
- Universität der Bundeswehr
- Zentrum für Informationstechnik der Bundeswehr
- Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr
- Zentrum für Nachwuchsgewinnung
- Zentrum für Transformation der Bundeswehr
- Zentrum Innere Führung
- Zentrum Operative Information
Fuhrpark
Zentrum Operative Information
Der Fuhrpark ist zwar nicht homogen, jedoch relativ einheitlich gestaltet, sofern es sich nicht um Sonderfahrzeuge handelt, beispielsweise Bergungskräne. Auch Fahrräder, Motorräder und Anhänger zählen zum Fuhrpark, auch wenn diese nur in geringer Zahl vorhanden sind. Wesentliche Elemente sind jedoch Panzerfahrzeuge, geländegängige Fahrzeuge und Transportfahrzeuge aller Art.
Weitgehend mit den zivilen Fahrzeugen vergleichbare Fahrzeugmodelle des Alltagsbedarfs für Truppe und Verwaltung werden mittlerweile durch die Bw FuhrparkService GmbH verwaltet.
Die Bundeswehr unterhält noch an einer ganzen Reihe von Standorten KFZ-Werkstätten, in denen zum Teil auch ausgebildet wird. Die Fahrzeuge sind bis auf wenige Ausnahmen mit Diesel-Motoren ausgerüstet.
Für die eingesetzten Modelle wird vom jeweiligen Hersteller eine mehrere Jahrzehnte lange Ersatzteil-Garantie eingefordert. Ebenso ist die in Deutschland ansässige KFZ-Industrie verpflichtet, in Friedenszeiten eine gewisse Prozentzahl an KFZ vorzuhalten, die in einem Spannungs- oder Verteidigungsfall abgefordert werden können.
Für Informationen über Fahrzeug-Kennzeichen der Bundeswehr siehe Kfz-Kennzeichen (Deutschland).
Liegenschaften
Die Bundeswehr verfügt über zahlreiche Grundstücke und Gebäude. Im Zuge der wiederholten Standortschließungen der Neuzeit wurden jedoch zahlreiche Liegenschaften für eine andere, meist zivile Nutzung frei gemacht (Konversion) oder schlicht still gelegt.
Ausrüstung
Uniform
Für die Soldaten der Bundeswehr gibt es eine große Zahl unterschiedlicher Uniformen. Neben den Ausgehuniformen der Teilstreitkräfte gibt es verschiedenartige Arbeits- und Gefechtsanzüge und Sonderbekleidung für bestimmte klimatische Verhältnisse wie zum Beispiel Kälteschutzbekleidung. Siehe dazu den Fachartikel Uniform (Bundeswehr). Die Bestimmungen für die Uniformen der Bundeswehr sind ausführlich in der ZDv 37/10 "Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr" festgelegt.
Waffen
ZDv
Während der Grundausbildung werden die meisten Rekruten sowohl an Feuerwaffen als auch an Waffen mit Sprengwirkung ausgebildet. Die Standardwaffe der Bundeswehr ist das Sturmgewehr Gewehr 36 (G36), welches das alte Gewehr 3 (G3) weitestgehend abgelöst hat. Dazu kommt die Pistole 8 (P8), der Nachfolger der Pistole 1. Fahrzeugbesatzungen sind teilweise mit der Maschinenpistole 2 (MP2) ausgerüstet, die durch die Maschinenpistole 7 (auch: PDW) ersetzt werden soll. Die Bundeswehr verfügt auch über ein Standard-Maschinengewehr, das Maschinengewehr 3 (MG3), dessen Nachfolger das MG4 sein wird. Als Fahrzeugbewaffnung bleibt allerdings das MG3 erhalten. Waffen mit Sprengwirkung sind beispielsweise die Handgranate DM51, DM41 oder die Handflammpatrone, sowie die Granatpistole 40mm oder Panzerabwehrwaffen wie die Panzerfaust 3 oder die leichte Panzerfaust. Außerdem verfügt die Bundeswehr über die Leuchtbüchse, welche die Leuchtpatrone 84mm verschießt, um das Gefechtsfeld zu beleuchten. Explosive Granaten können mit der Leuchtbüchse nicht verschossen werden. Zusätzlich benutzen die Scharfschützen der Bundeswehr das Gewehr G22 der britischen Firma Accuracy International und eine modifizierte Variante des G3, das G3A3 ZF.
Siehe auch
- Bundeswehrfeuerwehr
- Darmstädter Signal
- Deutsche Marine (Geschichte)
- Dienstgrade in der Bundeswehr
- Ehrenmedaille der Bundeswehr
- Gelöbnis
- Handwaffen der Bundeswehr
- Kriegsdienstverweigerer
- Liste von Kriegsschiffen (Deutschland seit 1945)
- Luftfahrzeuge der Bundeswehr
- Militärbasen im Ausland
- Militärrituale
- Panzermodelle nach 1945
- Portal:Militär
- Soldatensprache
- Wehrrecht
- Wehrersatzdienst
Literatur
- Detlef Bald: Die Bundeswehr. Eine kritische Geschichte 1955-2005 (2005), C.H. Beck Verlag, ISBN 3-406-52792-2
- Heinz Karst: Die Bundeswehr in der Krise (1997) ISBN 3-8004-1350-7
- Paul Klein u. Dieter Walz (Hrsg.): Die Bundeswehr an der Schwelle zum 21. Jahrhundert (2000) ISBN 3-7890-7013-0
- Der Reibert - Das Handbuch für den deutschen Soldaten ISBN 3-8132-0755-2
- Heinz Karst/Karlhelmut Schnell/Hansdieter Seidel: Taschenbuch für Wehrausbildung Walhalla und Praetoria Verlag, Regensburg und München, 1966 ff.
Weblinks
- [http://www.bundeswehr.de Homepage der Bundeswehr]
- [http://www.bmvg.de Homepage des Verteidigungsministeriums]
- [http://www.bundeswehr-karriere.de Karriere-Portal der Bundeswehr]
- [http://www.deutschesheer.de Homepage des Heeres]
- [http://www.luftwaffe.de Homepage der Luftwaffe]
- [http://www.marine.de Homepage der Marine]
- [http://www.streitkraeftebasis.de Homepage der Streitkräftebasis]
- [http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de Homepage des Zentralen Sanitätsdienstes]
- [http://www.reservistenverband.de Verband der Reservisten der Bundeswehr]
- [http://www.janmaat.de/m_geschichte1.htm Chronik der Gründung der Bundeswehr]
- [http://edition.cnn.com/SPECIALS/2004/oef.casualties/ Gefallene deutsche Soldaten während der Operation Enduring Freedom]
Kategorie:Militär (Deutschland)
Bundeswehr
StabsoffizierStabsoffiziere (Bundeswehr: StOffz; Schweizer Armee Stabs Of) bilden eine Dienstgradgruppe innerhalb der Laufbahngruppe der Offiziere. Sie umfassen die Dienstgrade Major, Oberstleutnant und Oberst.
Ihre Bezeichnung haben sie von ihren hauptsächlichen Verwendung in Stäben. Sie kommandieren aber auch Truppenverbände. Ein Oberstleutnant ist in der Regel Kommandeur eines Bataillons.
Eine Leistungsauswahl bestimmt aus den Stabsoffizieren die in der Bundeswehr so bezeichneten Offiziere im Generalstabsdienst. Diese haben einen zweijährigen Lehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr oder einer entsprechenden Einrichtung des Auslandes erfolgreich absolviert und werden in herausgehobenen Positionen (z. B. Chef des Stabes einer Division) verwendet. Heutzutage sind Stabsoffiziere in aller Regel Akademiker.
Kategorie:Offiziersdienstgrad
Kategorie:Militär (Schweiz)
Kategorie:Militär (Österreich)
Kategorie:Bundeswehr
StellvertreterEin Stellvertreter ist ein Vertreter im einem Amt, eine durch einen Amtsinhaber oder dessen Vorgesetze befugte Person zur Ausübung eines Amts während der Abwesenheit oder Verhinderung des hauptamtlichen Amtsinhabers.
Entsprechendes gilt auch für Leitungspositionen außerhalb von Ämtern und für Personen mit bestimmten Aufgaben oder Befugnissen, die vertreten werden.
Siehe auch: Vikar, Vicarius Christi, Der Stellvertreter, Sedisvakanz
Kategorie:Berufliche Funktion
Major
Ein Major ist der Träger eines militärischen Dienstgrads.
Historisches
Major heißt Vorsteher, Oberer. Im 16. Jahrhundert aus dem Spanischen "mayor": "größer, höher". Seinerseits abgeleitet aus dem Lateinischen "maior" oder "maius": "größer", "stärker", "bedeutender".
In der preußischen Armee wurden Hauptleute, die es nicht zum Stabsoffizier brachten, sich ansonsten bewährt hatten, mit dem "Charakter eines Majors" ("Charaktermajor") verabschiedet, d.h. sie erhielten das Ruhegehalt eines Hauptmannes, durften sich aber Major nennen.
Der Major war ursprünglich der "Regimentsmaier". Er hatte wie der Wachtmeister bei der Kompanie für den Wachtdienst und die Verpflegung des Regiments zu sorgen. Zuerst wurde er deshalb auch mit "Obristwachtmeister" bzw. "Oberstwachtmeister" betitelt. Als die Infantrieregimenter in Bataillone unterteilt wurden, war der Major meist Kommandeur eines Bataillons.
In Deutschland wird der Major zumeist als stellvertretender Bataillonskommandeur (S3) oder Staffelführer in fliegenden Einheiten bis hin zu den verschiedensten Stabsoffizierverwendungen in allen Führungsgrundgebieten auf allen Führungsebenen (Brigade, Division, Korps, Amt, Ministerium oder in internationalen Stäben und Hauptquartieren) eingesetzt.
Dienstgrad, Laufbahn und Besoldung in der Bundeswehr
Der Major bezeichnet in Deutschland einen Soldaten im siebthöchsten Offiziersdienstgrad im Heer und bei der Luftwaffe. Bei der Deutschen Marine heißt dieser Dienstgrad Korvettenkapitän. Im Sanitätsdienst der Bundeswehr sind ranggleich Oberstabsarzt, Oberstabsapotheker und Oberstabsveterinär.
Soldaten in diesem Dienstgrad können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften, Unteroffizieren ohne Portepee, Unteroffizieren mit Portepee, Leutnanten und Hauptleuten Befehle erteilen.
Der Major ist Angehöriger der Laufbahngruppe Offizier und gehört der Dienstgradgruppe Stabsoffizier an, deren niedrigster Dienstgrad er ist. Er wird nach der Bundesbesoldungsordnung mit A13 besoldet. Nächstniedrigster Dienstgrad ist Stabshauptmann - bzw. Hauptmann und der nächsthöhere Oberstleutnant. ( - Der Dienstgrad des Stabshauptmannes ist keine Regelbeförderung in der Offizierslaufbahn.)
Er trägt silbernes Eichenlaub mit einem silbernen Stern und ist i.d.R. Akademiker. Für die Beförderung zum Major ist die erfolgreiche Absolvierung des Stabsoffizierlehrgangs an der Führungsakademie der Bundeswehr notwendig.
Österreich
Der Major ist Angehöriger der Laufbahngruppe der Offiziere. Abzeichen: zweidrittel goldenes Geflecht der fünfeckigen Kragenspiegel mit einem sechszackigen silbernen Stern.
Schweiz
Der Major ist der unterste Grad in der Gruppe der Stabsoffiziere. Majore haben einen Sold von CHF 18.00 pro Tag. Außerdem ist es ab dem Majorsgrad möglich, im Generalstab zu sein.
Major kann nur werden, wer bereits seit mindestens acht Jahren Offizier ist.
Major Hans von Dach Schweizer Offizier und Autor der Buchreihe "Der Totale Widerstand". Diese Buchreihe ist in der Bundesrepublik Deutschland beschlagnahmt. Jedoch führen einige Universitätsbibliotheken sowie die Deutsche Bibliothek und die Deutsche Bücherheit diesen Reihe in Deutschland.
Buchtitel der Reihe:
Der totale Widerstand
Andere Armeen
- In der NATO hat der Major den "Rankcode" OF-3
- Die englische Bezeichnung lautet Major
- Die französische Bezeichnung lautet "Commandant" oder "Chef de Bataillon"/ "Chef d'Escadron".
:Den Dienstgrad "Major" gibt es allerdings auch, er entspricht dem Oberstabsfeldwebel der Bundeswehr.
Siehe auch
- Stabsoffiziersdienstgrade bei der Bundeswehr (Deutschland)
Kategorie:Dienstgrad (Bundeswehr)
Kategorie:Militär (Österreich)
Kategorie:Bundesheer
Kategorie:Militär (Schweiz)
Kategorie:Dienstgrad (NVA)
Kategorie:Offiziersdienstgrad
ja:少佐
EinsatzleitungDie Einsatzleitung ist die Koordinationseinheit der BOS bei Schadensereignissen, welcher es im Ernst- oder Übungsfall obliegt, ihre Einheiten zu führen.
Bei Großschadensfällen wird eine Einsatzleitung, welche dann aus mehreren Gruppen-, Zug- oder Wehrführern besteht, organisiert, um eine bessere Koordination aller Kräfte sowie einen Überblick zu haben.
Einsatzleitungen kann es bei allen Organisationen oder Institutionen geben, sie können vielleicht verschieden benannt werden. Trotzdem haben sie alle die selbe Aufgabe. So können in Gemeinden bei Großereignissen ebenso wie bei Bahngesellschaften bei Zugunglücken Einsatzleitungen errichtet werden. Selbstverständlich werden auch bei Feuerwehr oder Rettungsdiensten solche Stellen errichtet. Bei der Feuerwehr in Österreich ist der Zugtrupp vorgesehen, eine Einsatzleitung aufzubauen. Auch beim THW leitet in kleineren Einsätzen ein Zugtrupp, bei größeren Einsätzen übernimmt stattdessen die Fachgruppe Führung/Kommunikation diese Aufgabe.
Aufgaben
Die Besetzung der Einsatzleitung ist von der Größe des Einsatzes abhängig. Im kleinsten Fall sind dies bei der Feuerwehr nur der Einsatzleiter-Stellvertreter, ein Funker oder Melder.
Zu den Aufgaben der Einsatzleitung gehören der Aufbau und die Kennzeichnung der Einsatzleitstelle, also die Einrichtung einer festen Stelle als Anlaufpunkt für alle Einsatzkräfte, die Führung des Einsatztagebuches (Einsatzdokumentation) und die Anforderung von Einsatz- und Ablösekräften bei höheren Stellen.
Des Weiteren ist sie verantwortlich für die Absperrung des Einsatzgebietes, die Organisation eines Lotsendienstes, die Organisation der Versorgung und den Aufbau der Nachrichtenverbindungen.
Sie organisiert den Aufbau des Atemschutz- und Körperschutzsammelplatzes und des Dekontaminationsplatzes, sie veranlasst das Abschalten des Elektrischen Stroms oder der Gaszufuhr bei den dafür zuständigen Firmen. Außerdem legt sie den Bereitstellungsraum für Reservemannschaften fest und setzt Einsatz-, Lage- und evtl. Verkehrsbehinderungsmeldungen ab.
Struktur
Bei größeren Einsätzen sind zusätzliche Funktionen extra besetzt.
Dazu wird der Stab mit den möglichen Stabsfunktionen S1 - S6 gebildet.
- S 1 Personal
- S 2 Lageführung
- S 3 Einsatz
- S 4 Material und Verpflegung
- S 5 Presse und Öffentlichkeitsinformation
- S 6 Information und Kommunikation
Um auch fachlich fundierte Entscheidungen treffen zu können, werden noch Sachverständige für das jeweils notwendige Fachgebiet hinzugezogen.
Technische Einsatzleitung
In Deutschland wird dazu der Stab des Hauptverwaltungsbeamten (HVB) gebildet. Ihm wir die Technische Einsatzleitung (TEL) angegliedert.
Der TEL sind die Fachberater und die Stabsfunktionen S1 - S4 angegliedert.
Zu den Fachberatern gehören:
- Fernmeldedienst
- Brandschutzdienst
- Instandsetzungsdienst
- Sanitätsdienst
- Veterinärdienst
- ABC-Dienst
- Versorgungsdienst
- Bergungsdienst
Die TEL wird auch ÖEL in Bayern genannt, und LuK (Lage und Koordination) bei anderen Hilfsorganisationen.
Werkzeug
Bei kleinen Einsatzleitungen wird dazu das Einsatzleitfahrzeug verwendet, bei größeren sind oft mehrere Räume in größeren Räumlichkeiten notwendig.
Immer wichtiger wird dabei auch die Dokumentation, wobei alle Lagemeldungen und Einsatzefehle aufgeschrieben oder auf Tonband aufgezeichnet werden. Außerdem ist in der Einsatzleitung das notwendige Kartenmaterial vorhanden.
Öffentlichkeitsarbeit (PR)
PR
Auch der S 5 (Presse) gewinnt immer mehr an Bedeutung, sodass gegenüber Medien einheitliche Aussagen getroffen werden. Er gibt einerseits Interviews, andererseits werden auch Warnmeldungen an die Bevölkerung von ihm verfasst und verteilt.
Situation in Österreich
Über den Einsatzleitungen der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes werden je nach Größe des Schadensfalles ein Landesführungsstab, Bezirksführungsstab oder Gemeindeführungsstab errichtet, denen dann die einzelnen Organisationen unterstellt sind. Diese Führungsstäbe werden im Einsatzfall vom jeweiligen Landeshauptmann, Bezirkshauptmann oder Bürgermeister geleitet.
Siehe auch:
- Leitstelle
- Einsatz
- Einsatzleitwagen
Kategorie:Feuerwehr
Kategorie:Polizei
Kategorie:Führungs- und Einsatzmittel
Kategorie:Großschadensfall
Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, THW
Feuerwehr in ÖsterreichEs sollen hier nur die Spezifika für Österreich angeführt werden, da die Grundaufgaben der Feuerwehren weltweit dieselben sind. Das Feuerwehrwesen in Österreich ist Angelegenheit der einzelnen Bundesländer. Dementsprechend sind auch die Organisationsformen in den einzelnen Bundesländern verschieden. Während zum Beispiel in Salzburg die Ortsfeuerwehr als Hilfsorgan der Gemeinde untersteht, ist in Niederösterreich jede einzelne Feuerwehr als Körperschaft des öffentlichen Rechts eine juristische Person. Dazwischen sind verschiedene Modelle möglich.
Hingegen ist jede Gemeinde nach dem jeweiligen Feuer- und/oder Gefahrenpolizeigesetz verpflichtet, den örtlichen Brandschutz und Gefahrenschutz ausführen zu können. Die einzelnen Feuerwehren sind eigenständig und müssen sich an die jeweiligen Landesgesetze und Dienstordnungen der Landesfeuerwehrverbände halten. Diese Verbände unterstützen die einzelnen Feuerwehren in der Ausbildung und Ausrüstung. Außerdem werden Dienstanweisungen und Standards bezüglich Ausrüstung, Bekleidung, usw. vorgegeben. Nach dem Motto Wer zahlt, schafft an weichen aber einzelne Feuerwehren von diesen Vorgaben ab. Für die Feuerwehren gibt es verschiedene Organisationsformen:
Organisationsformen
Freiwillige Feuerwehr
Zirka 300.000 freiwillige Feuerwehrmänner und -frauen sind in ganz Österreich bei einer freiwilligen Feuerwehr eingeschrieben. Nicht nur Gemeinden, sondern auch viele Katastralgemeinden verfügen über eigene Feuerwehren. Somit ist dieser Typ von Feuerwehr, bei dem alle Mitglieder freiwillig und damit unentgeltlich mitarbeiten, eine der tragenden Säulen des österreichischen Feuerwehrwesens.
Die Gründung von freiwilligen Feuerwehren geht in Österreich auf die 1860er Jahre zurück. Älteste Beispiele sind 1861 die FF Krems an der Donau (Niederösterreich), 1864 die FF Oberndorf (Salzburg) oder 1867 die FF Mödling (Niederösterreich).
Berufsfeuerwehr
Trotz der Bezeichnung Berufsfeuerwehr sind die Beschäftigten bei der jeweiligen Stadt angestellt und der Feuerwehr dienstzugeteilt. Berufsfeuerwehren gibt es in Österreich in den folgenden sechs Landeshauptstädten:
- Wien
- Graz
- Innsbruck
- Klagenfurt
- Linz
- Salzburg
In Wien wurde bereits 1685 eine Feuerlöschordnung mit angestellten Feuerknechten aufgestellt, sodass man die Wiener Berufsfeuerwehr als die weltweit älteste bezeichnen kann.
Betriebsfeuerwehr
In besonders gefährdeten Betrieben kann die Behörde eine Betriebsfeuerwehr vorschreiben. Diese kann aus Mitarbeitern des jeweiligen Betriebes, welche die Feuerwehraufgaben nebenbei ausüben, oder aus hauptberuflichen Mitarbeitern in ständiger Bereitschaft bestehen. Je nach Größe wird die Betriebsfeuerwehr auch in den örtlichen Alarmplänen berücksichtigt und unterstützt bei Bedarf auch außerhalb des Betriebsgeländes die örtliche Feuerwehr.
Auch wenn die Betriebsfeuerwehr nicht direkt vorgeschrieben wird, wirkt sich ein betriebseigener Brandschutz finanziell bei den Prämien der Feuerversicherungen mindernd aus.
In gewissen Industriezentren kann eine gemeinsame Betriebsfeuerwehr für mehrere Betriebe zuständig sein, wobei die Kameraden aus allen Betrieben rekrutiert werden.
Betriebe ohne Betriebsfeuerwehr müssen mindestens einen Brandschutzbeauftragten nominieren, der sich mit Brandschutzwarten um die Belange des innerbetrieblichen Brandschutz kümmert.
Pflichtfeuerwehr
Gemeinden ohne Freiwillige Feuerwehr können eine Pflichtfeuerwehr einrichten. Es gelten dieselben Bestimmungen wie für die Freiwilligen. Als einzigen Unterschied kann die Gemeinde geeignete Personen mittels Bescheid zum Feuerwehrdienst verpflichten.
In Niederösterreich ist dieser Passus seit dem Jahr 2000 aus dem NÖ Feuerwehrgesetzt gestrichen. Stattdessen kann eine Gemeinde eine Nachbargemeinde ersuchen, die Aufgaben der Feuer- und Gefahrenpolizei wahrzunehmen.
Überörtliche Strukturen
Alle Feuerwehren sind organisatorisch im jeweiligen Landesfeuerwehrverband zusammengefasst. Die Organisation unterscheidet sich aufgrund der gesetzlichen Grundlagen von Bundesland zu Bundesland geringfügig (Dienstgrade, Dienstkleidung, Ausbildung). In jedem Bundesland (ausgenommen Wien) gibt es eine eigene Feuerwehrschule.
Der Chef des jeweiligen Landesfeuerwehrverbandes ist der Landesfeuerwehrkommandant (Dienstgrad: Landesbranddirektor). Unterstützt wird er - je nach Bundesland - durch einen oder zwei Stellvertreter (Dienstgrad: Landesbranddirektor-Stellvertreter) und in manchen Bundesländern auch durch einen Landesfeuerwehrinspektor. Als Ausnahme gibt es im Bundesland Vorarlberg nur einen Landesfeuerwehrinspektor. Der Landesfeuerwehrkommandant und seine Stellvertreter werden jeweils gewählt, während der Landesfeuerwehrinspektor ein Beamter der jeweiligen Landesregierung ist.
Die Landesfeuerwehrverbände haben eine eigene Kommandostruktur. In allen Landesfeuerwehrverbänden gibt es ein Landesfeuerwehrkommando. Dieses ist der Geschäftsstell des Verbandes und eine Art Servicestelle für die einzelnen Feuerwehren. Je nach Bundesland gibt es auch Bezirksfeuerwehrkommando und Abschnittsfeuerwehrkommando. Auf allen Ebenen gibt es eingeteilte Feuerwehrmitglieder (Sachbearbeiter), die für die Betreung der Feuerwehren in ihrem Sachgebiet (z.B. Ausbildung, Atemschutz, ...) zuständig sind. Der Bundesfeuerwehrverband hat keine Kommandostruktur.
Für überregionale Einsätze sind in allen Bundesländern KHD (Katastrophenhilfsdienste) aufgebaut, die sich aus den jeweiligen Feuerwehren rekrutieren, ohne den örtlichen Brandschutz zu konkurrenzieren. In Oberösterreich obliegt seit dem Hochwasser 1954 die Zentralleitung des KHD dem Landesfeuerwehrkommando. Diese Form hat sich im Jahr 2002 bei den Hochwassereinsätzen in Nieder- und Oberösterreich, bei den Auslandseinsätzen in Friaul im Kanaltal 2003 und beim Hochwasser 2005 in Tirol und Vorarlberg bestens bewährt.
Zur Unterstützung der einzelnen Feuerwehren werden manche Feuerwehren speziell ausgerüstet und auch ausgebildet. Sie bilden so genannte Stützpunktfeuerwehren. Ferner gibt es Sonderdienste, die direkt dem Landesfeuerwehrkommando unterstehen: z.B. der Strahlenschutzdienst, Sprengdienst oder der Tauchdienst.
Die österreichischen Feuerwehren spielen auch immer eine führende Rolle im CTIF - der Organisation für die Feuerwehren auf internationaler Ebene.
Siehe auch: Portal:Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr
Alarmierung
Alarmiert werden die Feuerwehren durch eine zuständige
- Abschnittsalarmzentrale,
- Bezirksalarmzentrale,
- Bereichsalarmzentrale oder
- Landesalarmzentrale.
Der Notruf 122 geht je nach Örtlichkeit zu der jeweils zuständigen Alarmzentrale.
Ausrüstung
Für die Ausrüstung ist in erster Linie die Gemeinde zuständig. Im Rahmen von Landesgesetzen schreiben so genannte Mindestausrüstungsverordnungen ein Minimum an Fahrzeugausrüstung vor, jeweils abhängig von Gemeindegröße und Gefahrenpotentialen. Dieser minimale Ausrüstungsstand kann von den einzelnen Feuerwehren je nach Finanzlage ergänzt werden.
Siehe auch: Feuerwehrfahrzeuge in Österreich
Ausbildung
Jedes Feuerwehrmitglied erhält am Anfang seiner Laufbahn eine Grundausbildung, üblicherweise in der eigenen Feuerwehr. Seit einigen Jahren gibt es ein bundeseinheitliches Schema, die Ausbildung 2000. Diese Richtlinien schreiben den erforderlichen Wissensstand vor, bevor eine weiterführende Ausbildung entweder auf Bezirksebene oder in einer der Feuerwehrschulen absolviert werden kann. Neben der Grundausbildung wird ein Erste Hilfekurs verlangt, der meist bei einem der Rettungsdienste durchgeführt wird.
Für die Beförderung zu einer Funktion innerhalb der Feuerwehr sind jeweils unterschiedliche Lehrgänge zu absolvieren, die je nach Art der Ausbildung in der Feuerwehr oder in einer der Feuerwehrschulen durchgeführt werden.
Zur Verbesserung und Erhaltung des Ausbildungsgrades und zur Pflege der Kameradschaft dienen verschiedene Feuerwehrleistungsbewerbe. Einen wesentlichen Bestandteil der Feuerwehrausbildung bilden aber Schulungen und Übungen in den Feuerwehren selbst.
Finanzierung
Die Hauptlast der laufenden Finanzierung der freiwilligen Feuerwehren obliegt den Gemeinden. Ein Teil des Budget stammt aus Subventionen des jeweiligen Bundeslandes bei Anschaffungen von Geräten oder Fahrzeugen. Für Betriebsfeuerwehren ist der jeweilige Betrieb zuständig.
Die Landesfeuerwehrverbände beschaffen auch jeweils größere Quantitäten z.B. eines bestimmten Fahrzeugtyps, die dann bestimmten Feuerwehren zur Verfügung gestellt werden. Dies können auch kleine Feuerwehren mit bestimmten Einsatzschwerpunkten sein. Auch eine Betriebsfeuerwehr kann diese Unterstützung erhalten, wenn sie sich ihrerseits verpflichtet, im Bedarfsfall auch außerhalb des Betriebes auszurücken.
Ein Teil der laufenden Kosten kann auch durch Einsatzverrechnung an den Geschädigten, bzw. dessen Versicherung gedeckt werden. Dies trifft aber nur bei technischen Einsätzen zu, die über die gesetzliche Verpflichtung der Feuerwehren hinausgehen.
Ein nicht unbeträchtlicher Betrag wird von den Feuerwehren aber auch durch Sammlungen, Feuerwehrfeste oder andere Veranstaltungen selbst aufgebracht.
Siehe auch: Portal:Feuerwehr, Themenliste Feuerwehr
Statistik
Daten von ÖBFV vom 1. Jänner 2003
Geschichte
Die ersten Hinweise auf Feuerwehren auf österreichischem Gebiet finden sich in Carnuntum, wo bereits im 3. Jahrhundert im Militärlager eine Feuerwehr aus Militärveteranen bestand. Ebenso gab es welche in Vindobona (Wien) und in Flavia Solva (Leibnitz).
Nach der 2. Türkenbelagerung wurden 1685 vier Feuerknechte zum Brandschutz abgestellt. Dies war die eigentliche Geburtsstunde der Wiener Berufsfeuerwehr. 1759 erließ Maria Theresia die Wiener Feuerordnung, in der Mindestanzahl und erforderliche Berufe der Wiener Feuerwehr festgelegt wurden. Die Verordnung wurde von ihrem Sohn Josef II. als Feuerlöschordnung verbessert.
Im Jahr 1831 wurde in Schwaz in Tirol die erste Werksfeuerwehr in der k.k. Tabakfabrik und 1857 in Innsbruck die erste Freiwillige Feuerwehr gegründet. In der Folgezeit wurden sehr viele der Freiwilligen Feuerwehren aufgebaut. Wie auch in Deutschland entstanden sie meist aus den Turnerfeuerwehren.
1850 wurden in Wien die ersten Hydranten aufgestellt. Sie wurden damals Feuerwechsel genannt. Ins Jahr 1881 fiel der legendäre Ringtheaterbrand mit mehreren Hundert Toten, in dessen Folge der Eiserne Vorhang auf Theaterbühnen gesetzlich vorgeschrieben wurde.
1889 wurde auch der Bundesfeuerwehrverband als Dachverband aller Feuerwehren gegründet. Damals waren natürlich auch die tschechischen und schlesischen Feuerwehren mit eingebunden. So zählte man 1897 im damaligen Österreich-Ungarn rund 20 Berufsfeuerwehren, 11.190 Freiwillige Feuerwehren und 6.619 Pflichtfeuerwehren, letztere in Galizien und Ungarn.
Vor Beginn des Ersten Weltkrieges mussten die Feuerwehren auch den Rettungsdienst des Roten Kreuzes übernehmen. Die Feuerwehrmänner bildeten so genannte Lokal-Transport-Kolonnen. Andererseits wurden die Mannschaften durch die vielen eingezogenen Soldaten gewaltig geschwächt, sodass auch wieder Männer aus dem Reservestand aufgeboten wurden.
Nach dem Ersten Weltkrieg blieb zunächst auch der Rettungsdienst eine der Aufgaben der Feuerwehr. Dabei wurde sie durch das Rote Kreuz nur geschult und mit Material unterstützt.
Die relativ demokratischen Strukturen der Feuerwehren waren vor allem während der Zeit des Ständestaates nach 1934 ein Dorn im Auge. So wurden in den Bundesländern neue Feuerlöschordnungen erstellt, die die Feuerwehren stärker in den Einflussbereich der Landesregierungen brachten.
Eine vollkommene Änderung erfolgte 1938 nach dem Anschluss an das Deutsche Reich. Die Feuerwehren wurden direkt dem Reichsinnenministerium in Berlin unterstellt und waren nach dem damaligen Bestimmungen organisiert. (siehe auch: Deutsche Feuerwehr in der Zeit des Nationalsozialismus)
Frauen in der Feuerwehr
War die Feuerwehr bis vor nicht allzulanger Zeit eine reine Männerdomäne, so beginnt sich das Bild vor allem bei den Freiwilligen langsam zu ändern. Das Problem der schwieriger werdenden Tagesbereitschaft führte zur Notwendigkeit, auch Frauen in die Feuerwehr offiziell aufzunehmen. Vor allem in Gegenden, wo die Männer als Wochenpendler arbeiten, müssen die Frauen rund um die Uhr in Einsatz gehen. Wurden sie am Anfang hauptsächlich in Funk, Verwaltung usw., eingesetzt, sind heute die Frauen, zwar immer noch als Minderheit, in den Dienstbetrieb der Feuerwehr vollständig eingegliedert. Es gibt auch bereits erste Frauen als Feuerwehrkommandanten.
Auch in der Feuerwehrjugend rücken immer mehr Mädchen zusätzlich zu den Buben in den aktiven Dienst nach, was den Anteil der Frauen laufend erhöht.
Es gibt allerdings noch in vielen Feuerwehren - vor allem unter den älteren Kameraden - Vorurteile gegen Frauen als Kameradinnen. Aus Furcht vor zusätzlichen Konflikten oder auch mit der Begründung fehlender sanitärer Anlagen und Umkleideräume kann die Aufnahme von Frauen in die Feuerwehr verhindert werden.
Doch die laufende Verjüngung der Mannschaften und auch der Kommandanten führt zu einer sachlicheren Beurteilung der Frage, und das Nebeneinander von Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann wird immer mehr als selbstverständlich angesehen.
Siehe auch:
- Feuerwehr
- Portal:Feuerwehr
- Themenliste Feuerwehr
- Funksystem der BOS in Österreich
- Österreichischer Bundesfeuerwehrverband
- Feuerwehr in Deutschland
- Feuerwehr in der Schweiz
Weblinks
- http://www.bundesfeuerwehrverband.at/
- http://www.fireworld.at
- http://www.feuerwehr.at
- http://www.wax.at
- http://www.firefighter.at/
- [http://www.feuerwehrjugend-noe.at Feuerwehrjugend in Niederösterreich]
Kategorie:Feuerwehr
Kategorie:Feuerwehr (Österreich)
Kategorie:Österreichische Organisation
Audi A3
Der Audi A3 ein Fahrzeug der Kompaktklasse der Audi AG und wird seit 1997 produziert. Er teilt sich die technische Basis mit dem Konzernbruder VW Golf.
Modellreihen
Audi A3 8L
Baujahr: 1996 - 2003
Motorvarianten:
- 1.6 (74 kW, Ottomotor)
- 1.8 (92 kW Ottomotor)
- 1.8T (110 kW bzw. 132 kW)
- S3 (1,8 l Ottomotor mit Turbolader, 154 kW bzw. 165 kW)
- 1.9 TDI (66 kW bzw. 81 kW mit Verteilereinspritzpumpe, und 77 kW bzw. 96 kW mit Pumpe-Düse-System im Faceliftmodell, Dieselmotor mit Turbolader)
Den 8L gab es als 3- und 5-Türer.
Turbolader
Der stärkste A3 in der alten Serie ist der S3 mit 154 bzw. 165 kW (210 bzw. 225 PS), er besitzt einen 1,8 Liter-Turbomotor mit Fünfventil-Technik und hat gegenüber dem normalen A3 eine modifizierte Stoßstange vorne und hinten, breitere Kotflügel, lackierte Schweller und serienmäßig das Allradsystem quattro sowie Xenon-Scheinwerfer. Ab dem Faceliftmodell gab es den S3 mit aufpreispflichtigen Alu-Guss-Außenspiegelgehäusen. Des Weiteren besaß er serienmäßig elektrisch verstellbare Recaro-Sportsitze und einen Dachkantenspoiler.
Beim 8L unterscheidet man zwischen Facelift und „Vorfacelift“ Modellen. Das Facelift wurde September 2000 durchgeführt und beinhaltet diverse Modifikationen an den Scheinwerfern, Innenausstattung und den Heckleuchten. Das Facelift wirkt erwachsener und qualitativ hochwertiger als der Vorfacelift 8L.
Audi A3 8P
Baujahr: ab Mai 2003
Beim 8P (3-Türer) wird auch zwischen Modellen mit (Modelljahr 2006 ab Juni 2005) und ohne Facelift unterschieden. Das eindeutigste Erkennungsmerkmal ist hier der Singleframe-Kühlergrill sowie des neuen Lenkrades des Modells mit Facelift.
Motorvarianten:
- 1.6 (75 kW, Ottomotor)
- 1.6 FSI (85 kW, Ottomotor)
- 2.0 FSI (110 kW, Ottomotor)
- 2.0 TFSI (147 kW, Ottomotor mit Turbolader)
- 3.2 (184 kW, Ottomotor)
- 1.9 TDI (77 kW, Dieselmotor mit Turbolader)
- 2.0 TDI (103 kW, Dieselmotor mit Turbolader)
Audi A3 8PA Sportback
Baujahr: ab September 2004
Motorvarianten: siehe Audi A3 8P
Der Sportback ist das 5-türige Pendant zum Audi 8P und verfügte aber schon vor dem Facelift über den SingleFrame-Grill, welcher sich als neues Erkennungszeichen etablieren soll, und modifizierte Heckleuchten.
Ausstattungsvarianten
Den Audi A3 gibt es in drei Ausstattungsvarianten
Attraction (Basismodell)
Ambition (Sportliche Variante mit Ledersportlenkrad, serienmäßiger Tieferlegung um 16 mm, Lederschaltknauf, Sportsitzen, Breitreifen auf Leichtmetallrädern und weiteren sportlichen Ausstattungsmerkmalen)
Ambiente (Komfortable Variante u.a. mit Leichtmetallrädern, Lichtpaket, zusätzlichen Ablagen, Tempomat)
Der A3 verfügt über die gleiche Plattform wie die - auch aus dem Volkswagen-Konzern stammenden - VW Golf- und Seat León-Modelle. Die Ausstattung ist allerdings allgemein qualitativ hochwertiger was u.a. den höheren Preis gegenüber dem Golf und León rechtfertigt. Der A3 wird daher auch zum Segment der so genannten „Premium-Kompaktwagen“ gezählt. Am ehesten vergleichbar ist er mit dem BMW 1er, der ähnlich sportlich und hochwertig ausgelegt ist. Preislich sind unter den Kompaktwagen auch der BMW 3er Compact und das Mercedes-Benz Sportcoupé als Alternativen möglich.
Weblinks
- [http://www.audi-a3.de Audi A3] - Herstellerseite
- http://www.a3-freunde.de/wiki/StartSeite
Kategorie:PKW-Modell
Kategorie:Audi
ja:アウディ・A3
S6Die Bezeichnung S6 steht für
- die sportliche Variante des Audi A6
- eine Bezeichnung für S-Bahn-Linien in zahlreichen Städten
- ein GSM-Mobiltelefon von Siemens aus dem Jahr 1996
- eine Stabsabteilung bei der deutschen Bundeswehr für Fernmeldewesen, Datenverarbeitung und IT-Sicherheit
- eine Stabseinteilung der österreichischen Feuerwehr für Kommunikationsmanagement bei Großeinsätzen
Siehe auch: S3, S4
ViscositéCatégorie:Mécanique des fluides
La viscosité (du latin viscum) désigne la capacité d'un fluide à s'écouler, en mécanique des fluides. En langage courant, on utilise aussi le terme de fluidité.
Il existe deux types de viscosité :
- La viscosité dynamique μ se mesure en pascal-seconde (Pa.s), cette unité ayant remplacé le poiseuille (Pl) qui a la même valeur. On trouve encore parfois l'ancienne unité : la Poise (Po) ; 1 Pa.s = 10 Po. poiseuille Une façon de définir la viscosité dynamique est de considérer deux couches d'un fluide notées abcd et a’b'c'd', la couche abcd étant animée d'une vitesse relative à a'b'c'd' notée dv et dirigée suivant x. Sous l'effet de la viscosité, une force F s'exerce sur la couche a'b'c'd'. La viscosité dynamique μ est définie par la relation entre la norme de cette force et la vitesse relative dv , S étant la surface de chaque couche, et dz l'épaisseur de fluide séparant les deux couches.
- la viscosité cinématique ν qui s'obtient en divisant la viscosité dynamique par la masse volumique ρ. Elle s'exprime en m²/s. Cette unité est très grande. Dans le système CGS la viscosité cinématique était exprimée en stokes (St) ou en centistokes (cSt). La conversion est immédiate, puisque 1 St = 1 cm²/s et 1 cSt = 1 mm²/s.
Pour plus de renseignements, le lecteur pourra se reporter au chapitre du wikilivre de tribologie consacré aux lubrifiants liquides.
Lorsque la viscosité augmente, la capacité du fluide à s'écouler diminue. La viscosité tend à diminuer lorsque la température augmente. Par contre, on pourrait croire que la viscosité d'un fluide s'accroit avec sa densité mais ce n'est pas nécessairement le cas.
On classe notamment les huiles mécaniques selon leur viscosité, en fonction des besoins de lubrification du moteur et des températures auxquelles l'huile sera soumise lors du fonctionnement du moteur.
La viscosité d'un fluide peut varier en fonction de sa température ou des actions mécaniques auxquelles il est soumis. Voir par exemple à ce propos le phénomène de thixotropie. Pour déterminer l'importance de la température sur la viscosité d'un fluide on utilise un indice de viscosité. Plus cet indice est grand, moins la température a d'influence sur la viscosité du fluide.
ja:粘度
ms:Kelikatan
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Asynchrone draaistroommotor
De driefasige asynchrone motor of driefasige inductiemotor is een asynchrone elektromotor, gevoed door een 3-fasenwisselspanningssysteem. De motor wordt ook wel draaistroommotor of borstelloze motor genoemd. Een groot voordeel van dit type elektromotor is de onderhoudsvrije (geen koolborstels en commutator of programma's die er voor zorgen dat het programma uitvoer in ASCII art kan produceren.
Er is ook een demonstratieprogramma gemaakt voor AAlib, genaamd BB. Dit is een programma dat heel goed de mogelijkheden voor de bibliotheek laat zien.
Afbeelding:BB-ASCII-art-screenshot-zebra.png
Dit is een screenshot van het p
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Draaistel
Een draaistel is een constructie, draaiend rond een verticale as onder spoorwegmaterieel voor de bevestiging van twee of drie geveerde assen om het rijden door bogen in een spoorweg mogelijk te maken.
De afstand tussen de assen wordt de radstand genoemd. Tegenwoordig is de radstand van het draaistel bij trei
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Newlyn Group
In het vissersdorp Newlyn, in het Engelse Cornwall, ontstond in 1880 een artiestenkolonie, de Newlyn Group genoemd.
Het dorp leek toen aantrekkelijk voor deze schilders: een fantastisch licht, goedkoop leven en even goedkope als bereidwillige modellen.
In 1889 stichtten Stanhope Forbes en zijn vrouw Elizabeth de Newlyn School, met bijzondere aandacht voor het figuurschilderen. Tot de school behoorden:
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Waz
De Wet arbeidsongeschiktheidsverzekering zelfstandigen (Waz) was tot 1 augustus 2004 een verplichte Nederlandse verzekering die ondernemers het recht op een uitkering op het niveau van (maximaal) 70% van het minimumloon gaf als een zelfstandige of ondernemer arbeidsongeschikt werd. Zelfstandigen die op of na 1 augustus 2004 arbeidsongeschikt zijn geworden hebben geen recht meer op toekenning van een Waz-uitkering.
Een persoon wordt ook gezien als zelfstandige als hij of zij meewerkend echtgeno(o)t(e
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De Kolonisten van Catan
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Kolonisten van Catan is een bordspel voor 3 tot 6 spelers, bedacht door Klaus Teuber. Het origineel is uitgegeven in Duitsland door Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. onder de naam Die Siedler von Catan. Het spel heeft diverse prijzen gewonnen, waaronder die van Spiel des Jahres 1995,
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Truusje Koopmans
Truusje Koopmans (1927 - Marbella, 20 september 2003) was een Nederlandse zangeres.
Koopmans trad in de jaren vijftig en zestig veelvuldig op voor de radio.
Ze schreef en zong onder andere het nog altijd bij velen bekende intro van
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Jemini
Op 2 maart 2003 won het uit Liverpool afkomstige duo Chris Cromby en Gemma Abbey, samen genaamd Jemini "A song For Europe", de Britse voorronde voor het Eurovisiesongfestival 2003 met hun popsong "Cry Baby". De twee gingen direct daarna op promotietour om de zesde overwinning voor het Verenigd Koninkrijk binnen te halen.
Chris and Gemma ontmoetten elkaar acht jaar geleden op Liverpool’s "Starlight stage school" en vormd
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